Haftfähigkeitsprüfung mittels Zugversuch an verklebten Probekörpern

 

Bei dieser Prüfung werden zwei miteinander verklebte Probekörper im 90 Grad-Winkel voneinander mittels eines Zugversuchs getrennt. 

Ziel der Anwendung ist nachzuweisen, dass eine Beschichtung eines Werkstücks mit einer Härteschicht (ähnlich Verchromung) die erforderliche Anhaftung besitzt. Zu diesem Zweck wird produktionsbegleitend ein oder mehrere Probestücke ebenfalls beschichtet. Sodann wird dieser Probekörper mit einem anderen Prüfling verklebt.

Bei einem Zugversuch werden der beschichtete Prüfling und das verklebte Gegenstück unter Ermittlung der Höchstkraft getrennt. Um eine Aussage zur Haftfähigkeit der Beschichtung auf dem Werkstück treffen zu können wird die ermittelte Maximalkraft durch die Stirnfläche des Prüflings geteilt und so eine Haftfähigkeit pro mm² ermittelt.

Bei der Prüfung muss darauf geachtet werden, dass die Probestücke bzw. Klebeflächen keinem Biegeeinfluss ausgesetzt werden. Daher ist ein kardanisch wirkendes Spannzeug zu wählen: Hier Gewindekopfspannzeug für Gewindekopfproben.

Haftfähigkeitsprüfung
Haftfähigkeitsprüfung mittels Zugversuch an beschichtetem Probekörper verklebt mit Gegenstück
Haftfähigkeitsprüfung getrennte Probe
Haftfähigkeitsprüfung mittels Zugversuch an beschichtetem Probekörper verklebt mit Gegenstück (getrennte Proben)
Detailansicht Haftfähigkeitsprüfung getrennte Probe
Detailansicht Haftfähigkeitsprüfung mittels Zugversuch an beschichtetem Probekörper verklebt mit Gegenstück (getrennte Proben)