Markierapparat zur Messung der Bruchdehnung nach dem Zugversuch

Mit diesen Markierapparaten können Zugproben auf einfachste Weise mit Markierungen versehen werden, um anschließend die Bruchdehnung manuell vermessen zu können. Die Markierung wird eingeritzt und nicht geschlagen. Sie ist deshalb bei den meisten Werkstoffen ohne Einfluss auf das Versuchsergebnis. Es können sowohl Rundproben (Rohre, Stangen) und Flachproben (Vierkantrohre, Flachproben aus Warmband, Flachproben aus Feinblech) als auch Betonstahl mühelos und schnell mit Markierungen versehen werden. Je nach gewähltem Markierapparat sind Teilungen von 10 oder 5 mm Abstand möglich. Die Probenbefestigung ist denkbar einfach und geschieht mit zwei Klemmhalterungen. Mit nur zwei Kurbelumdrehungen sind alle Teilungsstriche aufgebracht. Dank der federbelasteten Markiernadeln / Ritznadeln ergeben sich sehr gleichmäßige Markierungen bei äußerst geringer Abnutzung der Spitzen. Die Teilmaschine wird auf einen Tisch gestellt und erreicht durch das Eigengewicht eine gute Standfestigkeit.

Zur Bestimmung der Bruchdehnung wird die gebrochene Probe in ein Auflageprisma (Sonderzubehör) positioniert, sodass die Achsen der beiden Bruchstücke eine Gerade bilden. Anschließend wird die Verlängerung (Lu) mit einem Messschieber ausgemessen. 

 

Bei modern ausgestatteten Zugprüfmaschinen wird die Dehnung einer Zugprobe mittels Langweg-Dehnungsmesser (Extensometer) ermittelt. Diese sind in der Lage, sowohl feinste Messwege (zur Bestimmung der Dehngrenze Rp0,2) als auch große Messwege (zur Bestimmung der Gleichmaßdehnung Ag oder Agt) zu erfassen. Sie bieten eine hohe Genauigkeit (oft mit einer Auflösung von 0,1 µm) und gewährleisten auch bei hohen Verlängerungen eine exakte Auswertung der Bruchdehnung.

Da die Verlängerung des Proben-Lo mit den Armen dieser Tastarmdehnungsmesser / optisch mittels Laser-Speckle-Dehnungsmesser erfolgt, wird die Bruchdehnung A (und auch Ag) automatisch und ohne weiteres Zutun des Bedieners ermittelt.

Falls ein geringes Probenaufkommen die Anschaffung eines kostenintensiven Langhubdehnungsmessers nicht geraten erscheinen lässt, müssen andere Methoden genutzt werden, um die Bruchdehnung exakt ermitteln zu können.

Für kritische Anwendungen ist es zudem manchmal erforderlich, dass die Bruchdehnung durch eine Probenvermessung auf konventionelle Art erfolgt. Weiterhin ist eine händische Vermessung der Bruchdehnung nach verschiedenen Normen zwingend vorgeschrieben (ASTM / NADCAP / BS / API).

Und nicht zuletzt muss klar gesagt werden: Manche Proben, die keine Reduzierung im Bereich L0 / Lc aufweisen (Rohre, Parallelstreifen, Betonstahl, Vierkantrohre, Stabmaterial), neigen dazu, außermittig zu reißen. Wenn die Verlängerung der Probe außerhalb der Messfühler (außerhalb des Schneidenabstands Le) erfolgt, sind keine exakten Ergebnisse in Bezug auf die A-Werte möglich und der Versuch mittels Langwegdehnungsmesser ist zu verwerfen. 

Seit 1970 Jahren ist unser Unternehmen als führender Anbieter für Probenvorbereitungsmaschinen bekannt. Als Ergänzung zum Thema Probenvorbereitung haben wir verschiedene Apparate 
entwickelt, um die Messmarken zur manuellen Vermessung der Bruchdehnung rationell und exakt aufbringen zu können.

Der in Deutschland gefertigte Markierapparat (Teilapparat) ist rationell in der Bedienung und bringt die gewünschte Probenmarkierung sekundenschnell auf:

  • Probenstab einlegen
  • Klemmstöcke schließen
  • Kurbel 2 x drehen ... fertig

Dieser Markierapparat ist in verschiedenen Ausführungen und Teilungen lieferbar:

  • MA300-10 Markierapparat mit einer Markierlänge von 300 mm in Inkrementen von 10 mm
  • MA300-5 Markierapparat mit einer Markierlänge von 300 mm in Inkrementen von 5 mm
  • MA200-10 Markierapparat mit einer Markierlänge von 300 mm in Inkrementen von 10 mm
  • MA200-5 Markierapparat mit einer Markierlänge von 300 mm in Inkrementen von 5 mm
  • mit geteilten Spannklemmen für Betonstahlkreuze
  • auf Ihre Anwendung hin zugeschnitten: auf Anfrage

Probenmarkierapparat für lineare Teilungen

In die Walze integrierte Anreißstifte mit fixem Abstand von 10 mm (optional 5 mm)

Die Probe wird von oben in den Apparat eingelegt und mittels der Klemmen fixiert. Danach wird die Walze mit den integrierten Anreißstiften gedreht und die Markierungen werden eingebracht.